Sie interessieren sich für ein berufsbegleitendes Studium (Bachelor, Master oder MBA) oder eine berufsbegleitende Weiterbildung in Sachsen? Für Sachsen haben wir 12 Hochschulen und Anbieter mit berufsbegleitenden Studienmöglichkeiten gefunden.
Sachsen verbindet eine dichte Hochschullandschaft in Leipzig, Dresden, Chemnitz und Zwickau mit einer Industrie, die auf Fachkräfte mit berufsbegleitendem Abschluss angewiesen ist. Wer neben dem Job studieren will, findet dort sowohl staatliche Universitäten mit eigenen Weiterbildungseinrichtungen als auch private Hochschulen, die von Anfang an auf Berufstätige zugeschnitten sind. Auf dieser Seite sind die Hochschulen und Bildungsträger verzeichnet, die im Freistaat berufsbegleitende Studiengänge anbieten.
Die Universität Leipzig bündelt ihre Angebote für Berufstätige in der Wissenschaftlichen Weiterbildung, die Zertifikatskurse und aufbauende Masterstudiengänge für Personen mit einschlägiger Berufserfahrung führt. An der Technischen Universität Chemnitz übernimmt das An-Institut TUCed diese Aufgabe und organisiert anwendungsorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge im hybriden Format aus Fernstudium und Präsenzphasen. Die Westsächsische Hochschule Zwickau richtet sich mit Studiengängen wie Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik gezielt an Beschäftigte aus der Industrie der Region, ähnlich wie die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und die Hochschule Mittweida, die für flexible Präsenzzeiten bekannt ist.
Daneben hat sich in Sachsen eine Reihe privater Hochschulen etabliert, die von Beginn an auf Berufstätige zugeschnitten sind. Die HHL Leipzig Graduate School of Management bietet Master- und MBA-Programme mit Managementbezug, die DIU – Dresden International University und die Fachhochschule Dresden ergänzen das Angebot um wirtschafts- und ingenieurnahe Studiengänge. Die DHGS Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport konzentriert sich auf Gesundheits- und Sportwissenschaften, die Evangelische Hochschule Dresden auf soziale Berufe, und die Hochschule Fresenius deckt weitere Fachrichtungen ab. Die Palucca Hochschule für Tanz Dresden nimmt eine Sonderstellung ein: Als staatliche Kunsthochschule bietet sie berufsbegleitende Weiterbildung für Tanzpädagogik an.
Wer in Sachsen berufsbegleitend studieren will, wählt meist zwischen einem Fernstudium mit gelegentlichen Präsenztagen und einem Teilzeitstudium mit festen Terminen am Hochschulort. Technische Fächer wie das Wirtschaftsingenieurwesen lassen sich in Zwickau berufsbegleitend studieren, während gesundheits- und pflegebezogene Studiengänge im Bereich Gesundheitsmanagement an mehreren sächsischen Hochschulen angeboten werden. Das Angebot konzentriert sich am stärksten auf Leipzig und Dresden, weil dort die meisten der genannten Hochschulen ansässig sind. An der TU Chemnitz lässt sich der organisatorische Aufbau berufsbegleitender Studiengänge beispielhaft nachvollziehen.
Ein Studium ohne Abitur ist über den Nachweis mehrjähriger einschlägiger Berufserfahrung oder eine Zugangsprüfung möglich; die Universität Leipzig erläutert die Voraussetzungen für beruflich Qualifizierte auf ihrer Seite. Für Aufstiegsfortbildungen der Kammern greift bundesweit das Aufstiegs-BAföG, während der sächsische Weiterbildungsscheck der Sächsischen Aufbaubank je nach Haushaltslage zeitweise ausgesetzt ist; über den aktuellen Förderstand informiert die IHK zu Leipzig.
Ja, sächsische Hochschulen öffnen ihre berufsbegleitenden Studiengänge auch beruflich Qualifizierten, meist über eine Zugangsprüfung oder den Nachweis mehrjähriger einschlägiger Berufserfahrung. Die genauen Voraussetzungen unterscheiden sich je Hochschule und Studiengang und sollten vor der Bewerbung direkt erfragt werden.
Die gängigste Fördermöglichkeit ist das bundesweite Aufstiegs-BAföG, das Lehrgangs- und Prüfungsgebühren teilweise übernimmt. Ergänzende Landesförderung wie der Weiterbildungsscheck der Sächsischen Aufbaubank ist an die jeweilige Haushaltslage gekoppelt und daher nicht durchgehend verfügbar.
Beim Fernstudium finden Lehrveranstaltungen überwiegend online oder im Selbststudium mit Lernmaterialien statt, ergänzt um wenige Präsenztage vor Ort. Ein berufsbegleitendes Präsenzstudium verlangt regelmäßige Anwesenheit an der Hochschule, etwa an einem festen Wochentag, bindet Berufstätige dafür aber enger in feste Seminargruppen ein.
Welche der genannten Hochschulen und Bildungsträger für ein konkretes Vorhaben infrage kommen, zeigt die Übersicht der Einträge unterhalb dieses Textes.
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