Sie interessieren sich für ein berufsbegleitendes Studium (Bachelor, Master oder MBA) oder eine berufsbegleitende Weiterbildung in NRW? Für NRW haben wir 50 Hochschulen und Anbieter mit berufsbegleitenden Studienmöglichkeiten gefunden.
Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands und verfügt über eine hohe Dichte an Hochschulen, staatlichen wie privaten. Für Berufstätige, die neben dem Job einen Abschluss anstreben, ergibt sich daraus eine große Auswahl an berufsbegleitenden Studiengängen im Land. Wer in Nordrhein-Westfalen lebt, findet Angebote von der klassischen Universität bis zum spezialisierten Verbundstudium meist in erreichbarer Nähe.
Technische und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge für Berufstätige bieten unter anderem die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, die Technische Hochschule Köln und die Universität Duisburg-Essen an, meist als berufsbegleitende Masterprogramme oder in Kooperation mit Unternehmen aus der Region. Die FOM Hochschule für Oekonomie & Management ist mit mehreren Studienzentren im Land vertreten und richtet sich gezielt an Studierende mit Berufserfahrung. Auch die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, die Universität Bielefeld und die Ruhr-Universität Bochum führen berufsbegleitende Weiterbildungsmaster, häufig in den Fächern Wirtschaft, Gesundheit oder Ingenieurwesen.
Daneben haben sich eigenständige Trägerhochschulen für die berufsbegleitende Lehre etabliert, darunter die Fachhochschule des Mittelstands und die EBZ Business School, die ihr Angebot auf Teilzeit- und Verbundmodelle für Fach- und Führungskräfte konzentrieren. Wer eine Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen sucht, findet passende Angebote häufig direkt vor Ort, etwa in Köln oder Dortmund, ergänzt um Standorte in Düsseldorf, Bonn und Aachen. Im Gesundheitsbereich bieten außerdem die SRH Hochschule für Gesundheit und die DHGS Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport eigene berufsbegleitende Studiengänge an, die sich an Fachkräfte aus Pflege, Therapie und Management richten.
Ein verbreitetes Modell in Nordrhein-Westfalen ist das Verbundstudium, wie es die Fachhochschule Südwestfalen und die Hochschule Bochum anbieten. Es kombiniert Selbststudium mit regelmäßigen Präsenzphasen und richtet sich an Berufstätige mit abgeschlossener Ausbildung, etwa im Wirtschaftsingenieurwesen oder in der Betriebswirtschaftslehre. Die Präsenztermine liegen überwiegend an Wochenenden, sodass sich Studium und Arbeitszeit unter der Woche nicht überschneiden.
Wer ortsunabhängig studieren möchte, findet mit der FernUniversität in Hagen die einzige staatliche Fernhochschule Deutschlands im eigenen Bundesland. Sie zählte im Sommersemester 2026 rund 76.156 Studierende und unterhielt 13 Campusstandorte im Land, an denen Präsenzveranstaltungen und Prüfungen stattfinden. Für Berufstätige in Handwerksberufen kommen ergänzend Aufstiegsfortbildungen der Handwerkskammern infrage, die sich ebenfalls parallel zum Job absolvieren lassen.
Das Land fördert berufliche Weiterbildung seit Februar 2026 über den Bildungsscheck 2.0. Er deckt 50 Prozent der Kursgebühren bis maximal 500 Euro, sofern das zu versteuernde Jahreseinkommen 50.000 Euro nicht übersteigt. Der Antrag läuft direkt über die zuständige Landesstelle, eine vorherige Beratung ist seit der Neuauflage nicht mehr verpflichtend.
Nein, beruflich Qualifizierte mit abgeschlossener Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung können an vielen Hochschulen im Land auch ohne Abitur zugelassen werden, etwa über eine Eignungsprüfung oder einen Meisterabschluss. Die genauen Zulassungsvoraussetzungen legt jede Hochschule selbst fest.
Beim Verbundstudium wechseln sich Selbstlernphasen mit regelmäßigen Präsenzterminen am Wochenende ab, wie es die Fachhochschule Südwestfalen praktiziert. Ein Fernstudium wie an der FernUniversität in Hagen findet dagegen überwiegend ortsunabhängig statt, Präsenztermine bleiben dort die Ausnahme. Beide Modelle richten sich an Berufstätige, unterscheiden sich aber deutlich im Anteil der Präsenzzeit.
Die im Verzeichnis gelisteten Hochschulen und Träger für Nordrhein-Westfalen sind unten mit ihren jeweiligen Studienangeboten aufgeführt.
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